TSV Unterhaching
 

Wieder ein Satz geholt – aber der letzte Punch fehlt.

Mit 1:3 (10:25, 24:26, 25:23, 19:25) unterlag des TSV Unterhaching der SVG Lüneburg, holte aber den zweiten Satz der Saison.

Damit konnte man die rote Laterne in der Tabelle an den VCO Berlin abgeben. Das Spiel in Unterhaching begann mit einer Viertelstunde Verspätung, weil die vorgesehene Linienrichterin kurzfristig ausfiel und der Ersatzmann erst aus Olching anreisen musste. Ob es an dieser Verzögerung lag oder nicht, der erste Satz war aus Hachinger Sicht zum Vergessen. Zu viele einfache Fehler und wuchtige Lüneburger Angriffe ließen die Hoffnung auf einen guten Start schnell schwinden. Coach Patrick Steuerwald versuchte mit personellen Wechseln noch gegenzusteuern. Er brachte Paduretu für Benni Sagstetter, Chefai für Topuzliev und Gehringer für Suck. Aber auch das half nichts, der Satz war weg.

Umso beeindruckender kamen die Oberbayern aber zurück. Kapitän Roy Friedrich kam nun als ordnende Hand ins Spiel, Paul Gehringer gelang der erste Ausgleich zum 6:6. In der Folge waren es immer wieder Simeon Topuzliev und Jonas Sagstetter, die ihre Farben immer wieder zum Ausgleich brachten. Kurz vor Satzende brachte Jonas Sagstetter Haching sogar mit zwei Punkten in Front (21:19), Alex Zahar zum (23:21). Die Chance auf den Satzgewinn war da, doch in diesen Situationen fehlt der jungen Truppe die Lockerheit, den letzten Punch zu setzen. Lüneburgs Kapitän Schlien blockte sein Team zum Ausgleich, das dann doch noch den Satz für seine Farben entschied.

Im dritten Satz gingen dann die Hachinger früh in Führung, verspielten diese aber in der Satzmitte wieder. 17:20 führte Lüneburg, das Spiel schien für die Niedersachsen entschieden. Doch diesmal kämpfte sich Haching zurück in die Partie. Simeon Topuzliev erspielte sich mit einem Netzroller den Satzball, der er dann auch vollendete.

Im vierten Durchgang ließ sich das junge Hachinger Team dann durch ein paar strittige Schiedsgerichtsentscheidungen verunsichern und den Schneid abkaufen. Mit 6 Punkten waren die Lüneburger davongezogen (9:15). Haching kämpfte sich zwar nochmal heran, aber der Rückstand war zu groß.

MVP wurde erneut Libero Lenny Graven. Er selbst war etwas enttäuscht, dass es nicht zum Punktgewinn reichte. „Uns fehlte nach dem spielfreien Wochenende etwas der Rhythmus. Heute wäre mehr drin gewesen. Trotzdem werden wir uns unsere Punkte holen. Wir sind ne coole Truppe, alle bringen sich gut ein.“

Auch Steuerwald war nur zum Teil zufrieden: „So was wie der erste Satz kann passieren, da darf man sich dann keinen Kopf machen, sondern einfach abhaken. Das gelang uns dann ganz gut. Es wären zwei Sätze drin gewesen, aber leider wurden heute nicht alle taktischen Vorgaben so umgesetzt, wie ich mir das gewünscht habe. Darüber wird noch zu reden sein.“

Am kommenden Wochenende folgt der Doppelspieltag beim VCO Berlin und den Netzhoppers Königs Wusterhausen.

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Text: Jochen Wessels

Fotos: Edmund Zuber