TSV Unterhaching
 

Zweiter Topgegner daheim – leider wieder ohne Fans.

Am Sonntag (15. 11. 2020) empfängt der TSV Unterhaching um 16 Uhr in der heimischen Bayernwerk Sportarena den Rekordmeister VfB Friedrichshafen.

Nach der Partie gegen Berlin vor drei Wochen macht gleich der nächste Hochkaräter seine Aufwartung in der Münchner Vorstadt. Der Rekordmeister vom Bodensee kommt! Unter normalen Umständen ein Publikumsmagnet, nun aber ohne Fans. „Das ist natürlich enttäuschend, aber wir sind ja froh, dass wir überhaupt spielen können“, findet Coach Patrick Steuerwald.

Der vielfache Champion aus Baden-Württemberg machte zu Saisonbeginn unfreiwillig eher negative Schlagzeilen, als publik wurde, dass die ZF-Arena baufällig und nicht mehr renovierbar ist. Die fieberhafte Suche nach einer Ersatzhalle zehrte sicher an den Nerven der Verantwortlichen, seit kurzem ist bekannt, dass man zumindest in dieser Saison die Heimspiele in einer Messehalle stattfinden lassen kann.

Rechtzeitig zum Spiel in Unterhaching wurde dann auch eine andere Baustelle behoben. Mit dem ehemaligen Hachinger Mittelblocker Marcus Böhme und dem US-Amerikaner Avery Aylsworth als zweitem Libero wurden die letzten beiden freien Plätze im Kader besetzt; beide sind gegen Haching spielberechtigt.

Patrick Steuerwald hat keine großen Hoffnungen auf Satzgewinne gegen den übermächtigen Gegner, viel mehr wiederholt der gebetsmühlenartig: „Wir wollen wie immer einen Schritt nach vorne in unserer Entwicklung machen. Sowohl individuell als auch als Team. Zu Beginn klappte das gut, zuletzt in Frankfurt leider mal nicht. Wir wollen und können uns überhaupt nicht mit dem VfB messen. Wir wollen aus der Partie lernen!“

Vorteile aus der Tatsache, dass er letzte Saison Co-Trainer unter Michael Warm in Friedrichshafen war und dass sein Bruder auf dem Feld steht, sieht er nicht: „Das spielt überhaupt keine Rolle. Zur Vorsaison hat sich viel verändert. Wir kennen den VfB sowieso.“ Dass allerdings auch die Häfler nicht unverwundbar sind, zeigte ein 0:3 in Düren Ende Oktober.

Sein eigenes Team hatte nun nach einer stressigen englischen Woche mit viel Fahrerei durch halb Deutschland endlich mal Zeit für eine normale Vorbereitung und möchte am Sonntag gerne zeigen, woran man gearbeitet hat.

Die Partie findet ohne Zuschauer statt. Fans können sich die Begegnung aber im kommentierten Livestream unter sporttotal.tv verfolgen.

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Text: Jochen Wessels
Foto: Günter Panhans