TSV Unterhaching
 

Erster Satzgewinn - gegen Rekordmeister.

Damit hatten nur die kühnsten Optimisten gerechnet. Nach einer couragierten Leistung unterliegt der TSV Unterhaching dem VfB Friedrichshafen mit 1:3 (20:25, 25:20, 18:25, 13:25).

Coach Patrick Steuerwald setzte in der Startformation auf die Brüder Sagstetter, Alex Zahar, Simeon Topuzliev, Paul Gehringer, Fabian Suck und Libero Lenny Graven. Diese Formation begann mit viel Elan und Spielfreude. So gelang es den Satz zu Beginn ausgeglichen zu halten. Erst eine Aufschlagserie von Linus Weber brachte die Häfler in Front. Trotz eines Asses von Jonas Sagstetter zum 9:13 konnten die Gäste diesen Vorsprung halten. Haching gab aber nicht auf, zeigte sich vor allem in Angriff und Annahme deutlich verbessert. Daher entwickelten sich nun auch richtig lange Ballwechsel (20:24).

Diese Power nahmen die Hachinger Youngster mit in den zweiten Durchgang. Jonas Sagstetter sorgte fürs 1:0, aber endlich gelang es dem jungen Team über einen längeren Zeitraum ruhig und konzentriert zu spielen. Im Angriff überragten Jonas Sagstetter und besonders der in Frankfurt noch ziemlich enttäuschende Alex Zahar. Aber auch die Defensivleistung war heute beachtlich. Der 16jährige Lenny Graven überzeugte mit einem Annahmewert von 80 %. Aber auch Topuzliev und Jonas Sagstetter agierten gut in der Defensive. Somit war es keine Schwächephase des VfB, die Haching den ersten Satzgewinn der Saison bescherte, sondern eine eigene starke Mannschaftsleistung. Friedrichshafen konnte zwischenzeitlich lediglich noch auf 3 Punkte verkürzen, mehr ließ Haching nicht zu. Alex Zahar beendete den Satz für seine Farben. Kapitän Roy Friedrich, der die Partie heute von außen analysieren durfte, war begeistert:“ Ich hätte nicht gedacht, dass wir heute gegen den VfB unseren ersten Satz holen. Vor allem unsere Annahme stand heute überragend. Dazu hatte Friedrichshafen selber heute mit Schwächen im eigenen Angriff zu kämpfen. Letztlich ist es ein bisschen ärgerlich, dass wir heute keinen zweiten Satz geholt haben. Das wäre heute drin gewesen. Aber nach dem ersten Satzgewinn fiel den Jungs einfach ein Stein vom Herzen und dann war die Konzentration nicht mehr so da.“

Friedrichshafens Coach Michael Warm wechselte nun, brachte Joe Worsley, Lukas Maase und Martti Juhkami. Vor allem der Este machte nun eine starke Partie, ließ die Hachinger Abwehrreihen mit seinen starken Aufschlagserien nicht mehr zur Ruhe kommen. Zumal die Oberbayern nun sichtlich ausgepowert waren, sich aber dennoch nicht hängen ließen. Wirklich aufholen ließen sich Satz 3 und 4 aber nicht mehr. Im letzten Durchgang gelang immerhin noch ein ehrenwerter Satzausgleich, mehr war aber für aufopferungsvoll kämpfende Youngster nicht mehr drin. MVP wurde Lenny Graven. Friedrich lobte auch „seine“ heutigen Vertreter Suck und Gehringer: „Paul und Fabi haben sich immer besser reingespielt. Richtig stark!“

Unterm Strich überzeugte die junge Truppe heute. Gegenüber den Auswärtsspielen zuvor war eine deutliche Steigerung erkennbar, die Lust auf mehr macht. Am 29.11.2020 empfängt man die SVG Lüneburg um 16 Uhr in Unterhaching. Nächste Chance auf Punkte und Sätze. Für Friedrich kommt die Pause nun nicht recht: „Wir hätten eher nach dem Frankfurtspiel eine Pause gebracht. Jetzt müssen wir versuchen den Flow irgendwie aufrecht zu halten und Wehwehchen auszukurieren.“

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Text: Jochen Wessels

Foto: Edmund Zuber