Haching geht mit Satzgewinn in die Pause .

Mit 1:3 (23:25; 26:24; 19:25; 17:25) verlor der TSV Unterhaching das erste Rückrundenspiel gegen Bühl, konnte aber mal wieder einen Satz holen.

Die Hausherren, die mit vollem Kader antraten – auch der dritte Zuspieler Severin Brandt und sein lange verletzter Bruder Niklas als zweiter Libero waren wieder an Bord – überzeugten gegen die Volleyball Bisons Bühl von Beginn an vor allem mit starker Annahme und gutem Block. Trotzdem wollte eine Führung nicht gelingen, einfache Fehler oder Ungenauigkeiten der unerfahrenen Truppe verhinderten dies. Entsprechend lautstark ungehalten war Coach Patrick Steuerwald über das unglückliche Satzende, als Libero Graven reflexartig die Hände zum Ball brachte; der Ball wäre bei Nichtberührung in Aus und hatte den Punktausgleich bedeutet. „Wir machen eben noch zu viele leichte Fehler. Aber dafür sind hier in der ersten Liga. Wir wollen und müssen daraus lernen“, so Steuerwald grundsätzlich.

Trotzdem war spürbar, dass heute etwas gehen könnte für die Oberbayern. Ab Mitte des zweiten Durchgangs brachte ein Ass von Topuzliev Haching in Front, auch Suck, Jonas Sagstetter oder Zahar brachten Haching gegen die hartnäckigen Schwarzwälder, die immer wieder ausglichen, öfters in Front. Letztlich verwandelte der Ex-Hachinger Niklas Kronthaler den zweiten Satzball für Haching mit einem Angriff ins Aus.

Auch in den dritten Durchgang startete Haching gut, spielte zwei Asse durch Zahar und Topuzliev und führte zur ersten technischen Auszeit. Bühls Coach Kolevich baute nun um, brachte Vaskelis und Henning für Jurkovics und Gallas. Mit diesen frischen Kräften und vor allem einem sehr gut aufgelegten Ex-Hachinger Florian Ringseis als Libero holte Bühl den Rückstand aber wieder auf und konnte dann die Führung stetig ausbauen.

Auch zu Beginn des letzten Satzes brachte ein Block von Topuzliev Haching in Front (5:4), doch zum Ende hin, hatte Haching den ausgebufften Schwarzwäldern nichts mehr entgegen zu setzen.

MVP wurde wieder Mal Jonas Sagstetter.

„Man ist nur so stark, wie der Gegner es zulässt. Bühl war sicher nicht das Level von Herrsching und Düren, so kamen auch mal wieder schöne Ballwechsel zu Stande. Es war heute mehr drin, wir machen uns das Leben manchmal selber zu schwer“, analysierte Steuerwald. „Andererseits hat sich heute jeder reingehauen, obwohl die Körner fehlten zum Ende der Hinrunde. Unterm Strich war die Leistung heute okay. Jetzt sollen die Jungs erstmal Pause vom Volleyball machen, mental und körperlich. Je nach Möglichkeiten wäre ein individuelles Fithalten z. B. im Kraftraum und sparsamer Plätzchenverbrauch natürlich trotzdem hilfreich. Ab dem 4.1. wollen wir dann wieder in die Vorbereitung starten.“

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Text: Jochen Wessels

Foto: Günter Panhans