Nichts zu holen für den TSV in Brandenburg.

Mit 0:3 (17:25; 20:25; 16:25) unterlag der TSV Unterhaching den Netzhoppers Königs Wusterhausen-Bestensee.

Im zweiten Spiel des Berlinwochenendes gab es nichts zu holen für die Bayern. Zu deutlich untermauerten die Brandenburger ihre Favoritenstellung. Coach Patrick Steuerwald brachte Mo Chefai als Libero für Graven, der wegen leichterer muskulärer Probleme geschont wurde, und Juro Petrusic im Angriff für Alex Zahar. Die Hausherren setzten die Gäste mit wuchtigen Aufschlägen unter Druck, profitierten einmal auch davon, dass die Hachinger eine andere Hallenhöhe gewohnt sind. Eine Annahme von Chefai landete an der Decke (4:8). Im Gegensatz zu den Netzhoppers kamen die Hachinger mit ihren Aufschlägen nicht durch und somit war der Satz rasch entschieden. Timmermann versenkte den fünften Satzball fürs Team des belgischen Trainers Christophe Achten.

In Durchgang zwei agierte Haching konzentrierter, konnte zwischenzeitlich ausgleichen. Topuzliev erzielte das 12:12. Doch für eine Führung reichte es nicht mehr. Steuerwald brachte Gehringer für Suck und auch Jonas Sagstetter machte einmal die Bekanntschaft mit der ungewohnt niedrigen Hallendecke (18:23). Zumindest konnten die jungen Oberbayern den Satz eng halten, trotzdem bedeutete der dritte Satzball der Netzhoppers, ein Aufschlag von Hachings Juro Petrusic ins Aus, das 0:2 in Sätzen.

Der dritte Durchgang ähnelte zu Beginn dem zweiten. Ein Aufschlag von Petrusic brachte den Ausgleich (11:11), doch zur Führung reichte es wieder nicht. Beide Teams überboten sich Mitte des Satzes mit Fehlaufschlägen, zudem verzettelte sich das Gästeteam in Diskussionen mit dem Schiedsgericht. Am Ende konnten die Netzhoppers ihr Spiel wieder besser durchbringen und letztlich verdient als Sieger vom Platz gehen.

MVP wurde erneut Jonas Sagstetter.

„Wir sind heute schwer in die Partie gekommen“, analysierte Kapitän Roy Friedrich nach der Partie. „KW hat brutal Druck mit den Aufschlägen machen können, das waren zum Teil ja schon Angriffe und keine Aufschläge, die uns da um die Ohren flogen. Selber konnten wir heute leider zu wenig Druck erzeugen. Trotzdem war es kein Abschuss! Wir haben versucht das Beste zu geben, aber gerade die Spieler, die gestern beim VCO über fünf Sätze durchgespielt haben, waren schon recht platt. Unterm Strich ist der Sieg der Netzhoppers keine Überraschung.“

Am kommenden Sonntag (13.12.2020) erwarten die Hachinger dann zum vorletzten Heimspiel vor der Winterpause die WWK Volleys Herrsching zum Oberbayernderby in der Bayernwerk Sportarena. Anpfiff ist um 16 Uhr. Zuschauer sind wiederum keine zugelassen, aber sporttotal.tv überträgt live auf die Wohnzimmercouch.

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Text: Jochen Wessels

Foto: Tobias Ullerich/Netzhoppers KW-Bestensee