Frischer Wind von der Bank.

Mit 0:3 (14:25, 19:25; 21:25) unterlag der TSV Unterhaching bei den Helios Grizzlys Giesen im ersten Auswärtsspiel der Saison.

Coach Patrick Steuerwald setzte zu Beginn der Partie in Hildesheim wieder auf die erfahreneren seiner jungen Truppe. Doch die Startsechs um Topuzliev, Paduretu, Sagstetter, Zahar, Suck, Friedrich und Libero Chefai agierte zu nervös und konnte kaum Gegenwehr leisten gegen konzentriert beginnende Hausherren, bei denen vor allem die Angreifer van Tilburg und Menner überzeugten. Schnell war der Satz deutlich verloren.

Steuerwald wechselte nach dem ersten Satz, brachte Petrusic für Zahar und Benni Sagstetter für Paduretu. Die Maßnahmen zeigten Wirkung. Zuspieler Sagstetter brachte Haching mit einer Aufschlagserie nochmal heran, doch immer noch agierte man zu unkonstant, um Giesen ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Steuerwald brachte nun auch noch Niklas Brandt für Topuzliev als belebendes Element. „Das stelle ich mir auch so vor. Die Spieler, die von außen reinkommen, sollen ja heiß sein und ein belebendes Element. Das hat gut geklappt“, fand Steuerwald nach der Partie.

Das machte sich vor allem im dritten Satz bemerkbar. Nach einem Aufschlag von Suck gelang zumindest für kurze Zeit die erste Führung der Hachinger in dieser Saison (3:2). Giesen schaltete nun einen Gang runter, wechselte mehr durch. Auch dadurch konnten die Oberbayern nun besser mithalten und den Satz offen gestalten. Trotzdem verhinderten zu viele Ungenauigkeiten speziell im Angriff einen möglichen Satzgewinn. Den ersten Matchball der Giesener konnte Petrusic abwehren, der zweite entschied dann das Match.

„Wir haben einen weiteren Schritt nach vorne gemacht“, resümierte Hachings Coach, der Brandt, Petrusic und Benni Sagstetter besonders lobte. „Im dritten Satz wäre mit mehr Abstimmung noch mehr drin gewesen, aber daran arbeiten wir ja noch.“ Auch Kapitän Roy Friedrich war zufrieden: „Wir hatten heute den ersten Blockpunkt und das erste Aufschlagass der Saison. Wenn wir mehr Druck machen konnten, häuften sich Fehler bei Giesen. Leider gelang uns der Druck nur phasenweise. Trotzdem können wir auf dieser Partie aufbauen. Ich bin überzeugt, dass, wenn wir uns so weiterentwickeln, das Rückspiel in Haching kein 3:0 für Giesen mehr wird.“

Die nächste Bewährungsprobe findet bereits am Mittwoch (04. 11. 2020) in Bühl statt.

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Text: Jochen Wessels
Foto: Günter Panhans