Mit leeren Taschen aus Mainhatten.

Mit 0:3 (16:25; 18:25; 14:25) ging auch der dritte Versuch innerhalb einer Woche auswärts zu punkten, daneben. Bei den United Volleys Frankfurt hatte der TSV Unterhaching unterm Strich keine Chance.

Frankfurt musste in der Fraport-Arena kurzfristig auf Außenangreifer Tim Grozer verzichten, brachte Diagonalspieler Daniel Malescha auf außen. Hachings Coach Patrick Steuerwald setzte wieder auf seine erfahrene starting six.

Die Partie begann zerfahren mit vielen Aufschlagfehlern auf beiden Seiten. Haching zeigte sich zwar ordentlich in der Annahme, aber zu unpräzise im Angriff, was Frankfurt zur Führung nutzen konnte (4:8). Auch danach blieben Block und Angriffsspiel der local heroes zu harmlos. Steuerwald reagierte, brachte Gehringer für Suck und Thom für Friedrich. Vor allem Routinier Thom konnte das Hachinger Spiel beruhigen und sein Team noch etwas heranführen, bevor Frankfurts Altmeister Jochen Schöps den ersten Sack zumachte.

In den zweiten Satz startete Haching konzentrierter; Jonas Sagstetter, Benni Sagstetter oder Simeon Topuzliev sorgten immer wieder für kurzzeitige Führungen der Gäste. Aber schon der ersten technischen Auszeit war die wieder dahin; zu viele Missverständnisse im jungen Team konnte Frankfurt routiniert ausnutzen. Die Mainstädter nutzten nun die sich häufenden Fehler im Hachinger Spiel und agierten zunehmend souveräner, vor allem im Blockspiel.

Im dritten Durchgang durfte Roy Friedrich wieder für Gehringer aufs Feld und wieder konnten die Oberbayern zu Beginn mithalten. Ein Netzroller von Kapitän Friedrich sorgte zum Beispiel fürs 5:5. Danach aber lief der Durchgang wie die ersten beiden, Frankfurt ließ nichts mehr anbrennen und spielte den Satz locker nach Hause. Letztlich traten die jungen, unerfahrenen Hachinger zu harmlos auf, reagierten oft zu langsam. Es bleibt also noch Arbeit im Training. „Frankfurt hat heute nicht mehr gemacht als nötig, dafür haben wir es ihnen zu leicht gemacht. Wir hatten heute viele unnötige Fehler, leider zu viele. Wir sind noch zu unkonstant, aber das wird noch ne Weile so bleiben. Natürlich spielte die Belastung der drei Auswärtsspiele in kurzer Zeit in Folge mit der vielen Fahrerei auch eine Rolle, das steckt nicht nur in den Knochen, sondern macht sich auch mental breit. Auch ich war heute nicht so spritzig wie sonst. Aber wir spielen ja erste Liga, um die Youngster mit solchen Situationen vertraut zu machen“, urteilte Patrick Steuerwald nach der Partie.

MVP wurde der auffälligste und effektivste Hachinger, Jonas Sagstetter. Die nächste Bewährungsprobe findet am kommenden Sonntag (15. 11. 2020) statt. Dann kommt Rekordmeister VfB Friedrichshafen nach Unterhaching. Die Partie findet auch ohne Zuschauer statt.

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Text: Jochen Wessels
Foto: Günter Panhans