Auf der Suche nach dem wahren Leistungsvermögen.

Mit 0:3 (15:25, 10:25, 21:25) verlor der TSV Unterhaching erwartungsgemäß bei den deutlich favorisierten SWD powervolleys Düren.

Die Rheinländer hatten ein Spiel in den Knochen, gewannen tags zuvor 3:1 gegen den VCO Berlin. Zudem fehlten Abwehrchef Bann und Routinier Andrei. Außerdem gönnte Coach Murczkiewicz mit Deshane, Ireland und Burggräf Spielern Einsatzzeiten, die sonst eher in der zweiten Reihe stehen. Trotzdem zog Düren das Spiel weitgehend ungestört durch. Eine Aufschlagserie von Zuspieler Burggräf brachte Düren in Front, Haching brachte zu wenig Druck in den Angriff, war zu harmlos. Somit war der Satz schnell beendet.

Im zweiten Durchgang konnten die Bayern zumindest zu Beginn in Führung gehen, die hielt aber nur bis zum 3:4. Bei Haching stimmte häufig die Abstimmung nicht, zu viele einfache Fehler der jungen Truppe trugen ihr Übriges dazu bei, dass Düren wieder davonziehen konnte. Mitte des Satzes brachte Coach Patrick Steuerwald Chefai für Jonas Sagstetter, bei Düren bekam Topscorer Gevert eine Pause, wurde durch Schumann ersetzt.

Einzig im dritten Durchgang, in dem Düren nun Druck rausnahm, war Haching dann besser. Steuerwald brachte Gehringer für den späteren MVP Suck und Paduretu für Benni Sagstetter. Nun klappte die Annahme besser, das Zuspiel war flexibler. Haching war nun öfters mit dem Pipe, dem Hinterfeldangriff durch die Mitte erfolgreich. Ein Ass von Chefai brachte die Oberbayern bis auf drei Punkte ran (10:13). Bei 16:20 brachte Steuerwald Jonas Sagstetter für die Offensive, hoffte auf eine Überraschung, doch die blieb letztlich aus.

„Das war heute die dritte saftige Niederlage in Folge, fast schon eine Klatsche. Das nagt schon“, fand Steuerwald deutliche Worte nach der Partie. „Ich sehe zu viele Fehler derzeit. Die Frage ist: Liegt das an uns oder am Gegner? Wir haben zuletzt gegen einen Pokalfinalisten und gegen zwei Meisterschaftshalbfinalkandidaten verloren. Das ist sicher nicht unsere Kragenweite. Trotzdem bringen wir unsere Trainingsleistungen nicht aufs Feld. Das stimmt mich schon nachdenklich.“

Die nächste Chance es besser zu machen, hat sein Team bereits am kommenden Mittwoch (23.12.2020) um 19 Uhr gegen die Volleyball Bisons Bühl. Ein Team, das nach furiosem Saisonstart zuletzt auch einige Niederlagen kassierte.

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Text: Jochen Wessels

Foto: Florian Zons (Dürener TV)