Niederlage, aber keine Blamage.

Mit 0:3 (12:25, 12:25, 13:25) verloren die „local heroes“ ihr Auftaktspiel gegen Serienmeister Berlin erwartungsgemäß.    

Coach Patrick Steuerwald setzte zu Beginn vor pandemiebedingt nur 100 Zuschauern auf die erfahreneren seiner jungen Truppe. Neben Kapitän Roy Friedrich begannen Simeon Topuzliev, Eric Paduretu, Mo Chefai, Alex Zahar, und Jonas Sagstetter, ergänzt vom neuen Mittelblocker Fabian Suck.    

Dieser machte auch den ersten Hachinger Punkt der Saison zum 1:1 Ausgleich. Doch dann zogen die Hauptstädter mit Leichtigkeit davon, erspielten sich einen dauerhaften Fünfpunktevorsprung. Und das obwohl sie ohne die verletzten Brehme, Baghdady und Patch antraten und weitere Stars wie Grankin schonten. Gute Berliner und zu viele Eigenfehler auf Hachinger Seite taten ihr Übriges, der Satz war schnell dahin. Ein geblockter Angriffsversuch von Suck beendete den Durchgang.    

 Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnte Simeon Topuzliev, der später von Gästecoach Cedric Enard zum MVP gewählt wurde, mit einigen guten Aktionen sein Team immer wieder zum Ausgleich führen. Nach dem 6:6 zogen die Berliner aber davon, zu wuchtig waren nun ihre Angriffe. Obwohl sich der Serienmeister nicht verausgaben musste, ließ er den jungen Hachingern nun kaum mehr eine Chance zu punkten. Steuerwald gönnte den Youngstern Severin Brandt und Juro Petrusic Spielanteile. Ein Angriff von Petrusic ins Netz beendete den Durchlauf.    

Im letzten Satz kam Paul Gehringer für Friedrich und wieder konnte Haching zu Beginn gut mithalten. Beim Stand von 2:3 bekam Zuspieler Eric Paduretu einen wuchtigen Ball von Kessel ins Gesicht, wurde fortan von Severin Brandt ersetzt. Zahar brachte sein Team mit einem wuchtigen Angriff zum 4:5 heran, doch dann häuften sich wieder die Fehler im Hachinger Aufschlagspiel. Zur Hälfte des Satzes durfte auch Libero Lenny Graven noch für ein paar Minuten sein Können zeigen, kam für Chefai. Doch die Berliner spulten ihr Pensum locker runter und holten sich auch den letzten Satz souverän nach insgesamt 60 Minuten.    

Roy Friedrich war nicht unglücklich nach der Partie: „Ich habe nichts anderes erwartet, die Qualität der Berliner hat einfach reingehauen. Aber es war klar, dass Berlin kein Maß für uns sein kann. Wir müssen uns auf unsere Fehler besinnen und daran arbeiten, heute vor allem im Aufschlag. Die Quarantänezeit Anfang Oktober hat uns leider zusätzlich zurückgeworfen. Wir hatten zuvor einen Test gegen Herrsching, da waren wir schon deutlich weiter als heute.“    

Ähnlich äußerte sich Patrick Steuerwald: „Wir haben jeden Satz gut angefangen, aber so ab dem 10 Punkt des Gegners war dann ein Bruch zu erkennen. Die Annahme war heute ganz okay. Insgesamt waren es aber zu viele Eigenfehler, vor allem im Aufschlag. Ich habe kein Problem mit Aufschlagfehlern, aber es muss immer Druck dahinter sein. Das hat heute noch gefehlt.“    

Das nächste Heimspiel findet erst in drei Wochen am 15. 11. 2020 gegen Friedrichshafen statt. Zuvor steht eine englische Woche mit drei Auswärtspartien in neun Tagen an. Das erste Auswärtsspiel findet am kommenden Samstag (31. 10. 2020) in Hildesheim bei den Helios Grizzlys Giesen statt.   

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Fotogalerie

Text: Jochen Wessels    
Fotos: Edmund Zuber , Günter Panhans