Haching holt einen Satz gegen Herrsching.

Mit 1:3 (19:25; 23:25; 25:22; 18:25) unterlag der TSV Haching München in der Bayernwerk Sportarena dem oberbayerischen Konkurrenten aus Herrsching.    

Die Hachinger Löwen waren nach wie vor personell gebeutelt. Gegen Herrsching musste Coach Tanase verletzungs- oder krankheitsbedingt auf Libero Mohamed Chefai, Blocker Paul Gehringer und „Außen“ Patrick Rupprecht verzichten. Zu Beginn der Partie schüttelten die Hachinger die Personalsorgen aber ab und gingen in Führung. Erst zur Satzmitte häuften sich Aufschlagfehler und individuelle Mängel bei den Hachingern. In der Folge nutzte Herrsching die Chance, die Partie zu drehen (15:16). Anschließend spielten die WWK Volleys den Satz locker zu Ende.

Tanase brachte von Beginn an den ehemaligen Herrschinger Benni Sagstetter im Zuspiel, dazu wieder Schumann auf außen. Im zweiten Durchgang agierte Herrsching zu souverän, als dass Haching mithalten könnte. Lediglich mit einzelnen Aktionen konnten die Randmünchner Nadelstiche setzen. Erst als Herrschings Coach Max Hauser Mitte des Durchgangs den ehemaligen Hachinger Severin Brandt im Zuspiel brachte, konnte Haching Brandts Unerfahrenheit nutzen und den Rückstand verkürzen. Allerdings zeigte Haching nun auch ein verbessertes Aufschlagspiel und eine stabilere Defensive. Trotzdem stand der Herrschinger Block zu stabil.

In Satz drei konnte Haching dann endlich mehr Druck machen und ging mit 8:5 in Führung. Bei 15:14 spielte Rösler den Ball ins gegnerische Feld, doch das Schiedsgericht gab den Ball aus. Aufgrund Hachinger Beschwerden gab es gelb für Haching Coach Bogdan Tanase. doch Haching konnte die knappe Führung halten. Sebastian Rösler beendete den hart umkämpften Durchgang für Haching. „Im dritten war sich Herrsching wohl zu sicher, da konnten wir das Momentum nutzen“, so Lenny Graven. „Insgesamt reicht es am Ende leider wieder nicht. Es hat aber viel Spaß gemacht. Spiele gegen Herrsching sind wie ein Klassentreffen, weil ich so viele kenne.“

Der letzte Satz begann ausgeglichen mit Fehlern auf beiden Seiten, bevor Herrsching dann letztlich souverän den Deckel draufmachte.

Der Ex-Hachinger Ferdl Tille zollte den Hachingern Respekt: „Haching stand heute defensiv gut. Respekt für deren Leistung! Wir selber hatten gute Aktionen, aber dann auch zu viele Fehler. Teilweise haben wir schnell den Kopf verloren. Letztlich setzt sich dann aber halt doch die größere Erfahrung durch.“

Bereits am Sonntag (09.01.) ist Haching um 17.30 Uhr in der heimischen Bayernwerk Sportarena gegen Frankfurt zum letzten Heimspiel dieser Saison gefordert.

Text: Jochen Wessels
Foto: Edmund Zuber

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