Haching verkaufte sich teuer gegen Berlin.

Mit 1:3 (25:22; 9:25; 17:25; 20:25) unterlag der TSV Haching München dem deutschen Meister aus Berlin.    

Deutlich gehandicapt mussten die Hachinger gegen die BR Volleys antreten, fehlten doch Jonas und Benni Sagstetter sowie Juro Petrusic erkältet. Umso erstaunlicher wie sich die Hachinger Löwen präsentierten. Mit Spielwitz, gutem Service und starker Annahme konnte man den verdutzten Hauptstädtern den Schneid abkaufen. Vor allem Zuspieler West wirkte indisponiert, auch Sotola leistete sich zu viele Fehler. Haching nutzte das Momentum clever und konnte Berlin einen Satz abringen. Deren dritter Verlustsatz erst in dieser Spielzeit.

Berlins Trainer Enard reagierte, brachte vor 100 Zuschauern Weltklassesteller Grankin aufs Feld. Das machte sich bezahlt, Haching sah im zweiten Satz kein Land mehr.

Umso stärker präsentierten sich die Oberbayern in den folgenden Sätzen. Über 10 Asse, ein deutlich verbesserter Service und eine starke Annahme hielt Haching im Spiel. Im vierten Durchgang führte man sogar bis Mitte des Durchgangs. MVP wurde der fleißige Simeon Topuzliev.

„Wenn Berlin Grankin einwechseln muss, dann ist das eigentlich schon genug Anerkennung für uns. Es war heute ein geiles Spiel und Belohnung für unsere tägliche Arbeit“, freute sich Libero Graven nach der Partie.

Berlins Nationalspieler Ruben Schott lobte die Hausherren: „Haching hat alles abgerufen, guten Service geboten. Wir haben selber sehr schlecht begonnen. Keine Ahnung, warum wir heute nicht zum Zug kamen zu Beginn.“

Am kommenden Sonntag (19. 12. 2021) spielt Haching in Neu-Ulm beim VfB Friedrichshafen vor.

Text: Jochen Wessels
Foto: Edmund Zuber

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