Erfahrung für Hachings Angriff.

Philipp Schumann aus Düren wird Haching im Angriff verstärken, Niklas Brandt bleibt zudem in Oberbayern.

Philipp Schumann wird mit 28 Jahren einer der erfahrensten Hachinger in der kommenden Spielzeit sein. Der Angreifer spielte viele Jahre in Rüsselsheim in der 2. Bundesliga Süd, duellierte sich während dieser Zeit auch bereits einige Male mit Haching. Besonders eindrucksvoll tat er dies in der Saison 2017/18. Damals holte er in Hin- und Rückspiel gegen Haching jeweils die MVP-Medaille für die Hessen. Zuletzt spielte er zwei Jahre in Düren, allerdings im Schatten von Topangreifer Sebastian Gevert. 2020 erreichte er mit Düren das Pokalfinale, stand bei der Niederlage gegen Berlin auf dem Feld.

„Ich habe in Haching unterschrieben, weil es ein bekannter und guter Standort im deutschen Volleyball ist und ich hoffe, dass der Verein langsam wieder zu alter Stärke findet“, begründet er seinen Wechsel nach Bayern. „Pippo“ hat sein Lehramtsstudium beendet, möchte aber noch etwas Volleyball spielen vor dem Start ins „normale“ Berufsleben. Haching kennt er nicht aus der Rüsselsheimer Zeit, sondern auch von der Gegnerbeobachtung aus der letzten Spielzeit: „Ich habe natürlich nicht jedes Spiel verfolgt, aber da sie letztes Jahr Konkurrenten waren, verfolgt man automatisch die Gegner und Spieler. Ich denke, es ist ein junges Team, welches hoffentlich viel dazu lernen kann und dann die "Großen" immer mal ärgern kann.“

Seine Stärken liegen naturgemäß in wuchtigen Angriffsschlägen: „Ich denke meine Stärken liegen im Angriff und Aufschlag, aber auch grundsätzlich als Mitspieler. Ich denke, wir werden uns in Haching alle gut verstehen. Verbesserungspotential ist natürlich immer da, gerade im sportlichen Bereich bei mir zum Beispiel im Block.“

Schumann ersetzt auf diagonal den Rumänen Alex Zahar. Der IT-Fachmann pausiert aus beruflichen Gründen für ein Jahr.

Weiter für Haching am Ball ist Niklas Brandt. Der Abwehrrecke spielte letzte Saison kaum, weil ihn eine schmerzhafte Schulterverletzung handicapte. Nun will er zeigen, was er kann: „Ich habe verlängert, weil ich letztes Jahr durch meine komplizierte Verletzung am Anfang der Saison an der Angriffsschulter nicht mehr das Erreichen konnte, was ich mir vorgenommen habe, und demnach kommende Saison nutzen möchte, das Ganze nachzuholen.“ Vor allem hofft er, dass er endlich auch den Hachinger Volleyballfans sein Können zeigen kann: „Ich hoffe, dass wir vor vollen Rängen spielen können. Zudem hoffe ich auf eine verletzungsfreie Saison und viel Einsatzzeit. Ich hoffe, dass wir dann die Gegner noch mehr ärgern können als letzte Saison.“

Verlassen wird den TSV dagegen Brandts jüngerer Bruder Severin. Der talentierte Zuspieler, kam letzte Saison hinter Benni Sagstetter und Eric Paduretu als dritter Zuspieler kaum zum Einsatz und tritt künftig für den VCO München an.    

Der Kader des TSV Unterhaching für die Saison 2021/22 nimmt Gestalt an und umfasst bis jetzt 10 Spieler: Leonard Graven (L, 17), Juro Petrusic (D, 18), Patrick Rupprecht (AA, 18), Jonas Sagstetter (AA, 22), Benedikt Sagstetter (Z, 20), Eric Paduretu (Z, 21), Paul Gehringer (MB, 20), Lennart Heckel (MB, 19), Philipp Schumann (D, 28), Niklas Brandt (AA, 19),  

Zugänge: Rupprecht (AA, ASV Dachau), Heckel (MB, Volley Youngstars Friedrichshafen), Schumann (D, SWD powervolleys Düren),    

Abgänge: Steuerwald (T, ASV Dachau), Friedrich (MB; Karriereende), S. Brandt (VCO München), Zahar (pausiert),

Text: Jochen Wessels
Fotos: links (Niklas Brandt): Edmund Zuber/rechts (Philipp Schumann): powervolleys Düren